Sanierung
  Problematik - Problemlösung - >> Projektbeispiel
Problematik:  
  Schädliche Bodenverunreinigungen im Sinne des Bundes-Bodenschutzgesetzes (BBodSchG) sowie daraus resultierende Grundwasserverunreinigungen können zu einer Gefährdung des Schutzgutes Menschliche Gesundheit führen. Werden Boden- bzw. Grundwasserverunreinigungen festgestellt (Gefährdungsabschätzung), können die Behörden eine Sanierung (§ 4 des BBodSchG) des Bodens und/oder des Grundwassers (div. Ländergesetze und -verordnungen zum Trinkwasserschutz) erwirken.
  Nach dem BBodSchG ist die Vorgehensweise bei Sanierungsvorhaben vorgegeben. Es soll eine Sanierungsplanung erstellt werden, die mehrere Bearbeitungsschritte beinhaltet.
  Dabei entsteht die Frage, wer die Kosten sowie die Verantwortung für die Durchführung der notwendigen Sanierungsarbeiten trägt.
  Laut BBodSchG (§ 4) muss der Schadensverursacher, sein Gesamtrechtsnachfolger, der Grundstückseigentümer und der Inhaber der tatsächlichen Gewalt über ein Grundstück dafür aufkommen. Bei gekauften Schäden ist nur dann der frühere Besitzer verantwortlich, sofern er die Verunreinigungen kannte bzw. kennen musste.
 
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Problemlösung:  
  Zu Beginn erfolgt eine gründliche Auswertung aller vorhandener Untersuchungen und die Formulierung der zur Sanierungsplanung erforderlichen Zusatzinformationen (Sanie-rungsuntersuchung). Daraus ergeben sich:
  Hinweise zur Klärung der Schuldfrage,
  Erkennen möglicher Defizite und Fehlinterpretationen,
  eine exakte Planung der Sanierungsuntersuchung.
   
  Die dann folgende technische Sanierungsuntersuchung soll letzte Kenntnisdefizite vor der eigentlichen Planungsphase beheben.
  Anschließend erfolgt die Sanierungsvorplanung. Sie enthält die folgenden Arbeitsschritte:
  die Ausarbeitung des Sanierungszieles unter Berücksichtigung der Sensibilität der Schutzgüter, des Gefahrenpotentiales der Schadstoffe und der zukünftigen Nutzung,
  den Vergleich von technischer Machbarkeit und ökonomischer Effizienz unterschiedlicher Maßnahmen (Sanierung oder Sicherung) und technischer Methoden (Verfahren),
  die Darstellung der zeitlichen Abfolge,
  die Verträglichkeit der Methoden mit der gegenwärtigen Grundstücksnutzung und -infrastruktur.
   
  Werden die Ergebnisse und Empfehlungen der Vorplanung von allen Beteiligten akzeptiert, kann mit der eigentlichen Sanierungsplanung begonnen werden. Hierunter fallen:
  das Erstellen der Bauplanungsunterlagen,
  die Genehmigungsplanungen,
  die Ausarbeitung eines Arbeits- und Sicherheitsplanes nach BGR 128,
  das Anfertigen der Ausschreibungsunterlagen,
  die Ausschreibung und Vergabe der Bau- und Laborleistungen,
  ggf. ein Sanierungsvorversuch.
 
  Anschließend erfolgt die technische Durchführung der Sanierung inklusive unabhängiger Kontrollen und Abschlussdokumentation.
   
  Eines unserer Referenzprojekte haben wir für Sie als Projektbeispiel näher beschrieben.
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