Projektbeispiel: Sanierung eines Dieselkraftstoffschadens (Boden / Grundwasser)
Veranlassung
 
  In einem See wurde Öl beobachtet, das über die Regenwasserkanalisation eindrang. Rück-verfolgend wude eine große Betriebstankstelle als Emissionsquelle ermittelt. Im Bereich der Kanalrohre schwamm dort eine metermächtige Dieselphase, die über die aufgeweichten Dichtungen in die Rohre eindrang. Die TRION ermittelte das Schadensausmaß und über-nahm die Sanierungsplanung sowie das Projektmanagement für die Sanierung.
   
Aufgabenstellung
Eigenleistung
 
  Umgehende Einleitung von Sofortmaßnahmen, Technische Erkundung
  Gefährdungsabschätzung, Sanierungsuntersuchung
  Grundwassermodell, Sanierungsvariantenstudie, Sanierungsvorplanung
  Sanierungsplanung, Genehmigungsplanung, Mitwirkung bei der Vergabe
  Sanierungsüberwachung, Bauleitung
  Projektmanagement nach DIN 69901 zur Vorbereitung und Durchführung der Sanierung inkl. aller Nebenleistungen und Einbindung Dritter
   
Untersuchungsergebnisse
1999
 
  Neuschaden, ca. 50.000 Liter, Ölphasenbildung bis 1 m, ca. 600 m² bis max. 5 m Tiefe kontaminiert, bis 71.000 mg/kg MKW im Boden
  Gefährdung: Oberflächenwasser akut, Boden mittelfristig, Grundwasser langfristig
   
Projektverlauf  
  Bei der Bearbeitung galt es folgende Besonderheiten zu beachten:
  Hohe Standsicherheitsrisiken für einen angrenzenden Bahndamm und für benachbarte Gebäude
  MKW-Übersättigung des Bodens verbunden mit sehr geringen Kf-Werten
  Vereinzelte Bodenbereiche mit guten Wegsamkeiten und dadurch laterale Ausbreitung der Phase
  Aufgrund der besonderen Standortbedingungen wurde zuerst ein neuartiges elekro-chemisches in situ-Verfahren getestet. Die Maßnahme lief 7 Monate ohne Sanierungserfolg. Nicht verfahrensbedingte Ursachen für den Misserfolg konnten ausgeschlossen werden und die Maßnahme wurde abgebrochen.
  Als Konsequenz erfolgte eine herkömmliche off site-Maßnahme. Die Bauarbeiten begannen mit einer Umschließung des Schadensbereiches mit Spundbohlen im Pressverfahren. Der Bodenaustausch erfolgte segmentär. Parallel lief eine Grundwasserabsenkung und -reinigung. Nach 11 Monaten waren sämtliche Erdarbeiten abgeschlossen.
  Im Anschluss wurde ein einjähriges Grundwassermonitoring durchgeführt. Bei der Ab-schlussuntersuchung lagen die MKW-Gehalte im Grundwasser mit einer Ausnahme an allen Messstellen unterhalb von 0,2 mg/l und unterschritten damit deutlich den vereinbarten Sanie-rungszielwert von 0,4 mg/l. Die Behörde erklärte damit den Standort als erfolgreich saniert.
<< zu Sanierung