Die Bewertung eines schadstoffbelasteten Standortes
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Problematik:  
  Schadstoffbelastungen im Boden oder Grundwasser können zu erheblichen Kosten für den Grundstückseigner und den Nutzer führen. Hierbei kann im wesentlichen in folgende zwei Problemfälle unterschieden werden:
   
1. Schädliche Bodenverunreinigungen im Sinne des Bundes-Bodenschutzgesetzes (BBodSchG), die Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für den Einzelnen oder die Allgemeinheit verursachen (§ 2 des BBodSchG):
  Die Schadstoffe sind nicht fest im Boden gebunden und migrieren in erheblichem Ausmaß in das Schutzgut Grundwasser.
  Die Schadstoffe sind bereits bis ins Grundwasser vorgedrungen und haben dies in erheblichem Maße verunreinigt.
  Die Schadstoffe befinden sich sehr oberflächennah und können z.B. von spielenden Kindern oral in erheblichem Ausmaß aufgenommen werden.
 
2. Anforderungen nach dem Kreislaufwirtschafts- und AbfallGesetz
  Schadstoffbelastete Böden, die zwar keine unmittelbare Gefährdung der o.g. Schutzgüter bewirken, können nach einem Aushub nicht wieder vor Ort oder auf anderen Baustellen kostengünstig eingebaut werden, da sie dann dem Abfallbegriff unterliegen.
Diverse Regelungen, u.a. der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA), regeln die Möglichkeit einer Wiederverwendung von gering verunreinigten Böden. Stärker belastete Böden müssen auf Deponien entsorgt oder gereinigt werden.
  Je nach Kontaminationsgrad können Baumaßnahmen dadurch mit hohen Entsorgungskosten verbunden sein.
  Bei einem Besitzwechsel eines Grundstückes oder einer geplanten Baumaßnahme ist es daher wichtig, die durch die Altlasten verursachten Kosten zu kennen. Außerdem können die notwendigen Sanierungsmaßnahmen zu Zeitverzögerungen im Bauablauf und zu Nutzungseinschränkungen für den Bauherrn bzw. Gewerbetreibenden führen.
  Diese Aspekte sind auch für den Verkäufer relevant, da der § 4 des BBodSchG besagt, dass der Vorbesitzer unter bestimmten Bedingungen die Kosten für die Altlastensanierung zu tragen hat.
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Herangehensweise:  
  Durch eine technische Erkundung (Beprobung und Analytik von Boden und Grundwasser) - unter Berücksichtigung der historischen Nutzungscharakteristik des Grundstückes - erhalten wir Daten über Art, Menge und Verhalten der Schadstoffe. Darüber erarbeiten wir eine Gefährdungsabschätzung der Schutzgüter.
 
   
Informationsgehalt:  
  Von besonderem Interesse für den Besitzer und / oder Kaufinteressenten ist die auf den erfassten Daten basierende Kostenschätzung für die notwendige Sanierung oder Umnutzung des Grundstückes, die Sie in Ihre Kalkulation über den Kaufs- bzw. Verkaufspreis mit einbeziehen können. Darüber erhalten Sie eine größtmögliche Planungssicherheit.
  Weiterhin werden Sie über die Gefahren informiert, die von den Schadstoffen auf Ihrem Grundstück ausgehen.
   
  Eines unserer Referenzprojekte haben wir für Sie als Projektbeispiel näher beschrieben.
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